espressofilm – kurzfilm einen sommer lang
7. Juli bis 26. August 2011

16 Filmabende, 115 Kurzfilme von 90 Filmemacher/innen, 34 internationale Gäste im Filmgespräch und ein neuer Besucher/innenrekord – zum zweiten Mal Open Air, brachte espressofilm einen Sommer lang internationalen Festivalflair, cineastische Vielfalt, anspruchsvolles Filmprogramm und Diskurs rund um den kurzen Film in die Josefstadt.

Ein starkes Statement seitens des Publikums für die Präsenz von Filmemacherinnen auf Österreichs Kinoleinwänden waren die ausnehmend gut besuchten Vorstellungen des heurigen Programmschwerpunkts rollen.wechsel. An acht Abenden knüpfte espressofilm an die Jubiläumsausstellung des Volkskundemuseums „FESTE. KÄMPFE. 100 Jahre Frauentag“ an und richtete den Fokus auf gegenwärtiges Filmschaffen weiblicher Regisseurinnen. rollen.wechsel

Neben zahlreichen Österreich- und Wien-Premieren auf der Leinwand brachte der Kurzfilmsommer (der sich zumindest in der zweiten Hälfte den Titel „Sommer“ auch wirklich verdient hatte) einige weitere geplante und ungeplante – und in jedem Fall aufregende – Premieren für espressofilm mit sich: eine Live-Akkustik-Session mit „das trojanische pferd“ im Rahmen der Musikvideonacht mit „They Shoot Music – Don't They“, zwei Filmabende bei akuter Unwetterwarnung, an denen das Publikum (Stimmung ungetrübt!) mit Regenponchos ausgestattet wurde und das Gartenpalais Schönborn dann auf wundersame Weise von jedem Gewitter verschont blieb, das erste Publikumsgespräch via Skype und die bis dato bestbesuchte Veranstaltung zusammen mit dem identities – Queer Film Festival. An diesem Abend wurde mit 460 Besucher/innen bei einer regulären Vorstellung erfreulicherweise nicht nur der Besucher/innenrekord von espressofilm, sondern auch der von identities geknackt. spielplan

Aufgrund neuer Partner/innenschaften war es heuer möglich, noch mehr internationale Gäste nach Wien zu holen, die in teils sehr intimen Filmgesprächen spannende Einblicke in ihre Herangehensweise an das Filmemachen und ihre Beziehung zum Kino gaben. Besonders in Erinnerung bleiben werden uns die Abende mit Barbara Albert und Andrei Rus, die das gebannt lauschende Publikum gar nicht mehr gehen lassen wollte. Die Wiederbegegnung mit ihren frühesten Filmen nach vielen Jahren inspirierte Barbara Albert zu einer sehr persönlichen und kritischen Rückschau auf ihren eigenen Weg zum Film – das Gespräch dauerte fast noch einmal so lang wie das eigentliche Filmprogramm! Mit Andrei Rus, Filmemacher und Lehrbeauftragter an der UNATC Bukarest, unternahm das Publikum eine spontane Reise in die rumänische Filmgeschichte und Melancholie. Bis in die frühen Morgenstunden hätten wir weiterreden können. filmgespräche

Die schönsten Eindrücke des heurigen Kurzfilmsommers und unsere Gästegalerie finden sich auf der Facebook-Seite von espressofilm. fotos

Wir bedanken uns bei unseren Besucher/innen für ihre Offenheit, Neugier und Treue – auch diesen Sommer lang. Besonderer Dank für ihr Vertrauen, ihr Engagement und ihre Unterstützung gilt allen espressofilmemacher/innen, dem Team von espressofilm und espressokantine, sowie dem Team des Österreichischen Museums für Volkskunde, allen Partner/innen, allen Sponsor/innen und allen Fördergeber/innen. partner/innen
 
Wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen im nächsten Sommer, wenn es wieder heißt:

„Kurzfilm ist der Espresso unter den Filmen.
Die gleiche Dosis, nur weniger Wasser.“