espressofilm – kurzfilm einen sommer lang
8. Juli bis 27. August 2010

16 Filmabende, 75 Filme, 42 internationale Gäste im Filmgespräch – zwei Monate lang wurde in der dritten Saison von espressofilm – Kurzfilm einen Sommer lang die Vielfalt des Kurzfilms gefeiert und diskutiert. Alles beim Alten? Alles neu!

Schon am Abschlussabend des vergangenen Kurzfilmsommers stand fest: espressofilm muss an die frische Luft! Am neuen Spielort, dem Gartenpalais Schönborn im Herzen der Josefstadt, in dem das Österreichische Museum für Volkskunde beheimatet ist, konnte sich espressofilm heuer erfolgreich als Open-Air-Sommerkino etablieren. Die Synergien, die sich auf Anhieb zwischen Kino, Gastgeber und neuen Partner/innen am Veranstaltungsort entwickelten, sorgten für magische Filmnächte unter freiem Sternenhimmel.

Bislang ein echter Geheimtipp, öffnete der herrliche Garten des Gartenpalais Schönborn – eine grüne Oase inmitten der Stadt – an allen Spieltagen bereits ab 17 Uhr seine Tore. Die espressokantine und die Rote Laterne luden hier ebenso zum Verweilen ein, wie die aktuelle Ausstellung des Österreichischen Museums für Volkskunde, die an Spieltagen bei freiem Eintritt besucht werden konnte.

Das Programm von espressofilm gestaltete sich diskursiv und international, wobei sich der Fokus in einer Reihe von Specials und Festivalretrospektiven auf heimisches Filmschaffen richtete und mit Stefan Bohun, Bo Chen und Nina Kusturica junge Talente aus Österreich vorgestellt wurden. Zu einer cineastischen Weltreise verführte in Kooperation mit der Ethnocineca und Oktoskop die sechsteilige Filmreihe blickkontakt.

Erstmals fanden die Filmvorführungen bei espressofilm – Kurzfilm einen Sommer lang nicht nur an zwei Tagen in der Woche statt, sondern wurden auch von Gesprächen begleitet, in denen die anwesenden Gäste aus der Filmbranche – Regisseur/innen, Produzent/innen, Filmvermittler/innen und Festivalintendant/innen – ihrem Publikum den Kurzfilm näherbrachten. Diese intensiven Begegnungen und der konstruktive Austausch mit den Zuschauer/innen wurden zum wesentlichen Bestandteil des Kurzfilmsommers.

Und der Ansturm, die Begeisterung und Diskussionsfreudigkeit der Besucher/innen bewiesen: Kurzfilm interessiert. Über Kurzfilm wird gesprochen. Kurzfilm ist kein Nischenprodukt, sondern verlangt nach der großen Leinwand und dem großen Publikum. In diesem Sinne freuen wir uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Besonderer Dank für ihr Vertrauen, ihr Engagement und ihre Unterstützung, die einen wesentlichen Beitrag zur Realisierung und zum Gelingen von espressofilm – Kurzfilm einen Sommer lang 2010 geleistet haben, gilt allen espressofilmemacher/innen, dem Teamvon espressofilm und espressokantine, sowie dem Team des Österreichischen Museums für Volkskunde, allen Partner/innen, allen Sponsor/innen und allen Fördergeber/innen.