jessi
Mariejosephin Schneider, D 2009, 33 min, OF
Jessi ist elf und lebt in einer Pflegefamilie, ihre Mutter ist in Haft. Sie ist schon alt genug, sich ihrer Lage bewusst zu sein, alt genug, sich selbst zu schützen, obwohl sie noch viel zu jung dazu ist. Ihre Suche nach Identität und Geborgenheit führt sie zurück in das Dorf ihrer Kindheit. Doch erst als Jessi ihr Inneres nach außen kehrt begreift sie, dass sie an ihr Leben hier nicht mehr anknüpfen kann.
„Die 11-jährige Luzie Ahrens trägt den Film. Sie spielt sparsam aber eindringlich, mit Blicken und Gesten, mit ihrer Mimik. Menschen, die auf der Suche sind, reden nicht viel. ,Jessi‘ ist eine kleine Geschichte, die viele der großen Geschichten in den Schatten stellt, die auf dieser Berlinale mehr ausgewalzt als erzählt werden.“ (Steffen Wagner, festivalblog.com)
Mariejosephin Schneider feierte mit ihrem ersten mittellangen Spielfilm in der Reihe „Perspektive Deutsches Kino“ auf der Berlinale 2010 Premiere und wurde für ihre Arbeit u.a. mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet.
Schauspiel: Luzie Ahrens, Margot Binder, Pit Bukowski, Dietrich Delekat, Robert Ernst Junge, Eva Günther, Michaela Hinnenthal, Maja Leonhard, Jasmin Rischar, Sophie Rogall, Anja Stöhr | Drehbuch: Mariejosephin Schneider | Kamera: Jenny Lou Ziegel | Schnitt: Inge Schneider | Ton: Benjamin Dunker | Musik: Marian Mentrup | Produktion: Nicolai Zeitler | Hochschule: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
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